10 Wege, wie Drohnen die industrielle Inspektion neu definieren
Die industrielle Instandhaltung verändert sich – und Drohnen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie ersetzen aufwendige und risikoreiche traditionelle Inspektionsmethoden, verkürzen Stillstände und liefern detaillierte Daten. Mit Technologien wie LiDAR und digitalen Zwillingen verändern Drohnen die Art und Weise, wie Industrieanlagen gewartet und überwacht werden. Lesen Sie, wie Drohneninspektionen Gerüst und Kletterer ersetzen, Kosten senken und Ihre Mitarbeiter aus Gefahrenbereichen heraushalten.
Weniger Gerüst, kürzerer Stillstand: was Drohnen in der Instandhaltung ändern
In der industriellen Instandhaltung sind präzise und regelmäßige Inspektionen unerlässlich, um den reibungslosen Betrieb von Anlagen zu gewährleisten. Traditionelle Inspektionsmethoden, die Kletterer, Gerüstbau oder aufwendige Vorbereitungen erforderten, sind oft teuer, zeitintensiv und bergen erhebliche Sicherheitsrisiken. Drohnen haben diese Prozesse grundlegend verändert. Mit LiDAR und der Möglichkeit, digitale Zwillinge zu erstellen, erfassen sie Anlagen umfassend in Stunden statt Tagen. Besonders in Kraftwerken und schwer zugänglichen Bereichen bieten Drohnen flexible Lösungen ohne Gerüst und Kran, die Stillstände verkürzen und Wartungskosten langfristig senken.
Christian Engelke
1. Niemand muss in enge und gefährliche Bereiche
- Herausforderung: Traditionelle Inspektionen erfordern oft, dass Mitarbeiter in enge, gefährliche oder schwer zugängliche Bereiche wie Tanks, Silos, Schornsteine und Kessel vordringen. Solche Aufgaben sind riskant und aufwändig, da oft Gerüste aufgebaut werden müssen oder Kletterer zum Einsatz kommen.
- Lösung: Drohnen wie die Flyability ELIOS 3 ermöglichen den direkten Zugang zu diesen Bereichen, ohne dass Menschen gefährliche Umgebungen betreten müssen. Die Drohnen navigieren sicher durch enge Räume und erfassen dabei hochauflösende Bilder und Videos. So gelingt eine Inspektion ohne Gerüst und ohne Kletterer, ohne Mitarbeiter zusätzlichen Gefahren auszusetzen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Der Einsatz von Drohnen erhöht die Sicherheit der Mitarbeiter, da sie nicht mehr in gefährliche Umgebungen geschickt werden müssen. Zudem sinken die Kosten, da keine Kletterausrüstung und keine Gerüste notwendig sind, und die Inspektion dauert Stunden statt Tage.
2. Kürzere Stillstände: Stunden statt Tage
- Herausforderung: Herkömmliche Inspektionsmethoden führen oft dazu, dass die Produktion unterbrochen oder Anlagen lange außer Betrieb genommen werden müssen. Produktionsausfälle verursachen hohe Kosten.
- Lösung: Die Drohne verkürzt Stillstände deutlich; einige Anlagen können wir auch inspizieren, ohne den Betrieb zu unterbrechen. Außenbefliegungen, etwa an Rohrbrücken, und viele Hallenbereiche lassen sich bei laufendem Betrieb prüfen. Behälter, Tanks, Silos und Kessel sind für die Innenbefliegung in der Regel außer Betrieb und freigegeben – weil aber kein Gerüst, keine Kletterer, kein Kran und keine Befahrung durch Personal nötig sind, wird der Stillstand deutlich kürzer.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Die Inspektion dauert Stunden statt Tage, und mehrere Anlagen lassen sich in einem Stillstand prüfen. Das bedeutet weniger Ausfallzeit, höhere Produktivität und geringere Kosten.
3. Bis zu 80 % geringere Inspektionskosten, weil Gerüst und Kran entfallen
- Herausforderung: Der Einsatz von Kletterern, der Bau von Gerüsten oder die Nutzung von Kränen verursacht hohe Kosten. Zudem verlängern lange Anlagenstillstände die Gesamtkosten für den Betreiber.
- Lösung: Drohnen können diese traditionellen Inspektionsmethoden vielfach ersetzen, da sie keine Gerüste oder Krane oder aufwendige Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Drohnen sind flexibel einsetzbar und liefern die notwendigen Inspektionsdaten innerhalb von Stunden statt Tagen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Ihre Inspektionskosten können um bis zu 80 % sinken, weil Gerüst, Kran und Kletterer entfallen. Der Einsatz von Drohnen macht den Inspektionsprozess kürzer und kostengünstiger, da weniger Vorbereitungsaufwand notwendig ist.
4. LiDAR: Ihre Anlage als 3D-Modell
- Herausforderung: Die traditionelle Industrieinspektion bietet keine einfache Möglichkeit, detaillierte 3D-Modelle von komplexen Anlagen wie Tanks, Kesseln oder Schornsteinen zu erstellen. Ohne diese Modelle sind präzise Analysen schwierig.
- Lösung: Drohnen mit LiDAR erstellen während der Inspektion Punktwolken, aus denen sich ein digitaler Zwilling der Anlage aufbauen lässt. Die Punktwolke bildet die Geometrie ab und verortet jede Aufnahme; den Zustand zeigen die Fotos, bewerten Ihre Sachverständigen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Der digitale Zwilling bietet Betreibern eine genaue Übersicht über den Zustand ihrer Anlagen und hilft dabei, Probleme zu identifizieren und präventive Instandhaltungsmaßnahmen zu planen. Das senkt die Kosten.
5. Sichtbare Korrosion, Risse und Schäden lückenlos erfassen
- Herausforderung: Schäden wie Korrosion oder Materialermüdung sind oft schwer zu erkennen, besonders in schwer zugänglichen Bereichen. Sie werden oft erst entdeckt, wenn sie bereits zu teuren Reparaturen führen.
- Lösung: Drohnen mit hochauflösenden Kameras und Wärmebildkameras erfassen die ganze Oberfläche lückenlos statt in Stichproben und machen auch kleine Beschädigungen an Anlagen wie Tanks oder Rohrleitungen frühzeitig sichtbar. Wanddicken und verdeckte Schäden erfassen sie nicht; dafür misst der Sachverständige gezielt an den markierten Stellen. Das Livebild lässt sich schon während des Fluges mitverfolgen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Die frühzeitige Erkennung von Schäden hilft, ungeplante Stillstände und Reparaturen zu vermeiden. Anlagenbetreiber erhalten einen Inspektionsbericht mit verorteten Auffälligkeiten, auf dessen Grundlage ihre Sachverständigen bewerten und Instandhaltungsentscheidungen treffen.
6. Tank, Silo, Ofen, Schornstein: eine Methode für viele Anlagen
- Herausforderung: Industrieanlagen bestehen aus einer Vielzahl von verschiedenen Anlagen wie Tanks, Silos, Zyklonen, Industrieöfen, Schornsteinen und Rohrleitungen. Jede dieser Strukturen erfordert spezialisierte Inspektionsmethoden, was die Inspektionen komplex und kostspielig macht.
- Lösung: Drohnen sind vielseitig und können für eine breite Palette von Anlagen eingesetzt werden: innen mit der kollisionstoleranten ELIOS 3, außen mit der DJI M30T, unter Wasser mit einer Unterwasserdrohne. So entstehen vergleichbare Daten für viele Anlagentypen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Die Flexibilität von Drohnen senkt die Kosten, da sie für verschiedene Anlagentypen eingesetzt werden können, ohne dass zusätzliche spezialisierte Ausrüstungen erforderlich sind. Dies vereinfacht die Planung und Durchführung von Inspektionen erheblich.
7. Arbeitssicherheit: Ihr Personal bleibt außerhalb der Gefahrenbereiche
- Herausforderung: Klassische Inspektionen setzen oft Mitarbeiter gefährlichen Arbeiten aus, z. B. der Arbeit in der Höhe oder dem Betreten von engen, gefährlichen Räumen wie Tanks oder Schornsteinen von innen. Diese Arbeiten sind zum Teil mit hohen Sicherheitsrisiken verbunden.
- Lösung: Drohnen übernehmen diese gefährlichen Aufgaben; die Mitarbeiter bleiben außerhalb des Behälters und am Boden. Die Drohnen fliegen in gefährliche Bereiche und liefern dabei detaillierte Daten, ohne Menschen einem Risiko auszusetzen.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Drohneninspektionen erhöhen die Sicherheit der Mitarbeiter erheblich. Das Unfallrisiko sinkt, weil niemand in die Höhe oder in den Behälter muss.
8. Schäden früh erkennen, Instandhaltung planen
- Herausforderung: Ohne regelmäßige Inspektionen können Beschädigungen wie Korrosion oder Risse unentdeckt bleiben, bis sie zu größeren Anlagenausfällen oder Sicherheitsrisiken führen.
- Lösung: Drohnen ermöglichen häufige und detaillierte Inspektionen, bei denen Schäden frühzeitig erkannt werden. Dies gibt dem Anlagenbetreiber die Möglichkeit, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, bevor größere Reparaturen notwendig werden.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Rechtzeitige Früherkennung von Schäden minimiert teure Notfallreparaturen und verlängert die Lebensdauer der Anlagen. Anlagenbetreiber profitieren von detaillierten Berichten, die in Wartungsstrategien integriert werden können.
9. Weniger Bedarf an Kletterern, Gerüstbau und Kränen
- Herausforderung: Um schwer zugängliche oder hohe Anlagen wie Silos, Kessel oder Schornsteine von innen zu inspizieren, sind oft Kletterer, Gerüste oder Kräne im Einsatz. Diese Verfahren sind kostenintensiv und zeitaufwändig.
- Lösung: Drohnen ersetzen für die Sichtprüfung und Dokumentation viele dieser Methoden, indem sie ohne Gerüst, Kran oder Kletterer sicher auch schwer zugängliche Bereiche erreichen. Wo eine Messung am Bauteil nötig ist, etwa der Wanddicke, übernimmt sie der Sachverständige gezielt an den Stellen, die der Inspektionsbericht markiert.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Gerüst, Kran und Kletterer entfallen; die Datenerfassung dauert Stunden statt Tage, und die Inspektion kostet weniger.
10. Livebild und Entscheidungen vor Ort
- Herausforderung: Bei klassischen Inspektionen müssen die gesammelten Daten oft händisch analysiert werden, was zu Verzögerungen führt und zeitnahe Entscheidungen erschwert.
- Lösung: Drohnen übertragen ein Livebild, das der Betreiber während der Inspektion mitverfolgen kann. Die Instandhaltungsleitung sieht Auffälligkeiten direkt und kann frühzeitig weitere Schritte planen, wenn eine Beschädigung entdeckt wird.
- Nutzen für den Anlagenbetreiber: Weil die Bilder schon während des Fluges vorliegen, können Sie früher auf Probleme reagieren und die nächsten Instandhaltungsschritte planen. Das hält Stillstände kurz und senkt Kosten.
Kürzere Stillstände, mehr Sicherheit, bis zu 80 % geringere Inspektionskosten
Der Einsatz von Drohnen in der industriellen Instandhaltung hat sich bewährt: Er verkürzt Stillstände und verbessert die Sicherheit der Mitarbeiter deutlich. Ihre Inspektionskosten können um bis zu 80 % sinken, weil Gerüst, Kran und Kletterer entfallen. Während traditionelle Inspektionsmethoden oft teuer, zeitaufwändig und gefährlich sind, bieten Drohnen eine flexible Alternative ohne Gerüst und Kran. Mit LiDAR und digitalen Zwillingen gewinnen Betreiber detaillierte Einblicke in den Zustand ihrer Anlagen und können Instandhaltung vorausschauend planen. Mehr zur Innenbefliegung mit der ELIOS 3.
Die Fähigkeit, Schäden wie Korrosion oder Materialermüdung frühzeitig zu erkennen, hilft, teure Reparaturen und ungeplante Ausfälle zu vermeiden. Das Livebild während des Fluges ermöglicht eine Reaktion noch vor Ort auf erkannte Auffälligkeiten. Insgesamt sind Drohneninspektionen ein Weg, der Betreibern wirtschaftliche Vorteile bringt, die Lebensdauer ihrer Anlagen verlängert und die Betriebssicherheit erhöht.

