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Bis zu 80 % Kostenersparnis: Hybridinspektion in der Industrie

Die Hybridinspektion verbindet Drohnenbefliegung und gezielte klassische Prüfung. Ihre Inspektionskosten können um bis zu 80 % sinken, weil Gerüst, Kran und Kletterer weitgehend entfallen. Der Stillstand wird kürzer, und die Drohne liefert innerhalb von Stunden einen Überblick über den Zustand der Anlage; die Detailprüfung folgt nur dort, wo sie nötig ist. Lesen Sie, welche Aufwände dabei entfallen und wie die digitale Dokumentation Ihre Instandhaltungsstrategie unterstützt.

Kosten senken, Stillstand verkürzen – Drohne und klassische Prüfung kombiniert

Der Ablauf ist einfach: Zuerst fliegt die Drohne und erfasst die ganze Fläche, dann prüft der Sachverständige gezielt dort, wo der Inspektionsbericht Auffälligkeiten zeigt. Gerüst, Kran und Kletterer braucht es dann nur noch an wenigen Stellen oder gar nicht. Wie das bei der Inspektion Ihrer Industrieanlagen aussieht, zeigen die folgenden Abschnitte.

  • Christian Engelke

Gerüst, Stillstand, Fachkräftemangel: was Inspektionen teuer macht

Industrieanlagen stehen heute unter doppeltem Druck: Einerseits erfordern strenge Sicherheitsstandards und wachsende regulatorische Vorgaben regelmäßige und gründliche Inspektionen. Andererseits setzen steigende Kosten und enge Wartungsfenster Betriebe unter Druck, Inspektionen mit möglichst wenig Aufwand und kurzem Stillstand abzuwickeln. Die klassischen Methoden stoßen dabei an ihre Grenzen, denn sie bringen zeitintensive und kostenaufwändige Herausforderungen mit sich:

  • Gerüstbau und Sicherungsmaßnahmen:
    Bei klassischer Inspektion in der Höhe meist erforderlich, aufwendig und teuer.
  • Anlagenstillstände:
    Produktionsausfälle bedeuten direkte Verluste.
  • Mangel an Fachpersonal:
    Fachkräfte sind gefragt und teuer.
  • Schwer zugängliche Bereiche:
    Häufig erfordert dies aufwändige und kostenintensive Sicherheitsvorkehrungen.

Besonders in Tankanlagen und großen Anlagenparks potenzieren sich diese Herausforderungen. Bei vielen baugleichen Anlagen drängt sich die Frage auf: Ist es wirklich notwendig, jede Inspektion mit vollem Aufwand durchzuführen?

Erst fliegt die Drohne, dann misst der Prüfer gezielt – am Beispiel der Tankinspektion

Die Hybridinspektion ist ein praxisnaher Ansatz. Sie kombiniert den geringen Aufwand von Drohneninspektionen mit den Messmöglichkeiten klassischer Methoden und folgt einem dreistufigen Ablauf – hier am Beispiel der Inspektion von Tanks und Silos per Drohne:

  • Phase 1: Drohneninspektion:
    Ein umfassender Überblick über den Zustand der Anlage ist in Stunden statt Tagen möglich. Für die Innenbefliegung ist der Tank außer Betrieb und freigegeben – weil weder Gerüst noch Befahrung durch Personal nötig sind, wird der Stillstand deutlich kürzer. Hochauflösende Aufnahmen der gesamten Fläche statt Stichproben, auch von kritischen Bereichen wie Schweißnähten und Übergängen, liefern früh Hinweise auf mögliche Schäden; jede Auffälligkeit ist in der 3D-Punktwolke verortet. Die Drohne sieht nur Oberflächen – Wanddicken oder Proben gehören in Phase 2. Die Aufnahmen lassen sich direkt nach dem Flug gemeinsam sichten, was Entscheidungen noch am Einsatztag erleichtert.
  • Phase 2: Gezielte Detailinspektion (durch Ihre Prüfer):
    Anhand der Drohnenbilder wird gezielt dort weiter inspiziert, wo Auffälligkeiten sichtbar sind. Hier kommen klassische Prüfmethoden wie Ultraschall-Wanddickenmessung, Abklopfen oder Proben zum Einsatz – aber nur an den Stellen, die der Inspektionsbericht markiert. So beschränkt sich der Gerüstbau auf wenige Stellen, die Inspektion wird deutlich kürzer, und die Arbeitssicherheit steigt.
  • Phase 3: Übertragung der Erkenntnisse: 
    Nach Abschluss der Inspektion kann Ihr Prüfer die Ergebnisse für die Prüfstrategie baugleicher Tanks oder Anlagen am gleichen Standort nutzen. Faktoren wie Baujahr, Produkthistorie und Betriebsbedingungen helfen bei der risikobasierten Entscheidung über weitere Maßnahmen und ermöglichen die Entwicklung gezielter Prüfstrategien. So lassen sich künftige Inspektionsintervalle optimieren.

Wann sich die Hybridinspektion für Ihre Anlage lohnt

Ein hybrider Inspektionsansatz zahlt sich besonders in folgenden Szenarien aus:

  • Tanklager mit mehreren baugleichen Tanks: Drohnen liefern in Stunden statt Tagen eine erste Übersicht über alle Tanks oder Silos. Nur bei Auffälligkeiten erfolgt eine detaillierte Inspektion, und Ihr Prüfer kann die Ergebnisse für die Prüfstrategie baugleicher Einheiten nutzen.

  • Neuanlagen oder Anlagen mit guter Wartungshistorie: Bei Anlagen, die bei früheren Inspektionen unauffällig waren, dient die Drohneninspektion der Bestätigung des erwarteten Zustands. So lassen sich Gerüstbaukosten minimieren und die Inspektionszeiten verkürzen.

  • Schwer zugängliche Anlagenteile: Höher gelegene Anlagenteile oder komplexe Rohrleitungsführungen, die sonst teuren Gerüstbau oder Industriekletterer erfordern, lassen sich per Drohne ohne Gerüst und Kletterer inspizieren.

Wo Sie sparen: Gerüst, Kran, Freimessen und Stillstand

Die Qualität der industriellen Inspektion hängt nicht nur von der Erfassung, sondern auch von der Analyse der gesammelten Daten ab. Drohneninspektionen bieten heute zahlreiche Möglichkeiten, um Daten ohne Gerüst und Personaleinstieg zu sammeln und zu verarbeiten.

  • Direkte Kosteneinsparungen:

    • Gerüstbaukosten: deutlich geringer durch reduzierten Gerüstaufbau.
    • Kein Bedarf an Kränen oder Industriekletterern.
    • Reduzierte Personalkosten durch kürzere Inspektionszeiten.
    • Inspektion in Stunden statt Tagen.

  • Reduzierte Vorbereitungsaufwände:

    • Kein aufwändiger Gerüstaufbau und -abnahme.
    • Freimessen und Sicherungsposten für Personen entfallen, weil niemand einfährt.
    • Vereinfachte Koordination der beteiligten Gewerke.

  • Indirekte Einsparungen:

    • Kürzere Anlagenstillstände und geringere Produktionsausfälle.
    • Digitale Dokumentation, die sich mit späteren Inspektionen vergleichen lässt.

Die Punktwolke bleibt: Grundlage für künftige Inspektionen

Durch den Einsatz von LiDAR-Punktwolken und die Erstellung digitaler 3D-Dokumentationen bietet die Hybridinspektion nicht nur kurzzeitige Kosteneinsparungen, sondern eine nachhaltige Grundlage für zukünftige Inspektionsplanungen. Die Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit verschiedener Inspektionszeitpunkte ermöglichen eine optimierte Instandhaltungsstrategie und einen gezielten Einsatz der Ressourcen.

Stunden statt Tage und bis zu 80 % geringere Inspektionskosten

Die Hybridinspektion verändert die industrielle Inspektion, indem sie Drohnenbefliegung und klassische Prüfmethoden kombiniert. Die Inspektion dauert Stunden statt Tage, und Ihre Inspektionskosten können um bis zu 80 % sinken, weil Gerüst, Kran und Kletterer entfallen. Das bringt klare Vorteile für Betreiber großer Anlagenparks oder schwer zugänglicher Anlagenteile. Mehr zur Inspektion mit der ELIOS 3 – für eine sichere und kostengünstige Instandhaltung Ihrer Anlagen.

Inspektionskosten senken – Hybridinspektion anfragen

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Inspektionsqualität mit klassischen Methoden vergleichbar?
Für die Sichtprüfung ja: Drohnen liefern hochauflösende Aufnahmen aus nächster Nähe und erfassen die ganze Fläche statt Stichproben, bei Bedarf ergänzt durch Thermografie. Messungen mit Kontakt zum Bauteil – etwa Wanddicke per Ultraschall, Abklopfen oder Proben – macht die Drohne nicht; sie folgen gezielt in der zweiten Phase an den markierten Stellen.
Welche Genehmigungen werden für den Drohneneinsatz benötigt?
Unsere Piloten bringen die nötigen Nachweise mit; in Behältern und Hallen gelten vor allem Ihre betrieblichen Freigaben. Das klären wir vor jedem Einsatz gemeinsam mit Ihnen.
Wie wetterabhängig ist die Inspektion?
Innenbefliegungen von Tanks, Kesseln oder Hallen sind wetterunabhängig. Für Außenbefliegungen braucht es stabile Wetterbedingungen, also vor allem moderaten Wind und keinen starken Niederschlag.
Was passiert, wenn bei der Drohneninspektion Auffälligkeiten festgestellt werden?
Die Auffälligkeiten werden im Inspektionsbericht verortet und dokumentiert. Auf dieser Grundlage bewerten Ihre Sachverständigen den Befund und entscheiden, wo eine gezielte Detailprüfung folgt.
Wie hoch sind die Einsparungen durch den hybriden Ansatz?
Ihre Inspektionskosten können um bis zu 80 % sinken, weil Gerüst, Kran und Kletterer entfallen. Wie hoch die Einsparung im Einzelfall ist, hängt von Anlage und Prüfumfang ab.
Sind Drohneninspektionen in engen Räumen möglich?
Ja, unsere kollisionstolerante ELIOS 3 kann sicher in engen Räumen manövrieren. Schächte, die zu eng für die Drohne sind, können wir nicht befliegen.
Wie werden die Ergebnisse dokumentiert?
Alle Daten werden digital erfasst und in einem Inspektionsbericht mit Fotos, Videos, 3D-Punktwolke und verorteten Auffälligkeiten zusammengeführt. So lassen sie sich auch für künftige Inspektionen vergleichen.
Kann eine Drohne in Tanks oder Behältern fliegen?
Ja, speziell ausgerüstete Drohnen wie die Flyability ELIOS 3 sind für den Einsatz in Tanks und anderen geschlossenen Räumen gebaut. Ihr Schutzkäfig fängt Berührungen mit Wänden ab. Der Behälter ist dafür außer Betrieb, entleert und freigegeben.
Welche Sensoren kommen bei Drohneninspektionen zum Einsatz?
Neben Kameras sind Wärmebild und LiDAR-Scans möglich. Welche Sensoren sinnvoll sind, hängt von Anlage und Fragestellung ab. Wanddickenmessungen per Ultraschall folgen bei Bedarf gezielt durch Ihre Prüfer.
Wie lange dauert eine Drohneninspektion?
Der Einsatz vor Ort dauert oft nur wenige Stunden statt Tage. Wie lange es genau dauert, hängt von Größe und Komplexität der Anlage ab.