Die 7 häufigsten Defekte an Sprinklertanks
Sprinklertanks halten das Löschwasser für die Sprinkleranlage bereit – fallen sie aus, ist der Brandschutz gefährdet. Von der Wasserwechselzone bis zur Folienauskleidung können verschiedene Defekte die Funktion beeinträchtigen. In diesem Artikel zeigen wir, welche typischen Schäden bei Erd- und Stahltanks auftreten und wie Unterwasserdrohnen sie erfassen – ohne den Tank zu entleeren. So lassen sich Schäden früh erkennen und Sanierungen planen, bevor sie teuer werden.
Sprinklertanks inspizieren ohne Entleerung – Unterwasserdrohnen im Einsatz
Wenn es brennt, muss jeder Sprinklertank einwandfrei funktionieren. Seine Aufgabe ist klar: Löschwasser sofort und zuverlässig bereitstellen.
Die Praxis zeigt jedoch: Mit zunehmendem Alter treten typische Defekte häufiger auf, auch bei regelmäßiger Wartung. Die Prüfung von Sprinklertanks ist in Regelwerken wie VdS CEA 4001 und den FM Global Standards beschrieben; unsere Aufnahmen unterstützen die Prüfung durch den Sachverständigen.
Von der Wasserwechselzone bis zur Folienauskleidung sind die Schwachstellen vielfältig und können die Funktion des gesamten Systems gefährden. Unterwasserdrohnen erfassen den Tankzustand, während das Wasser im Tank bleibt. In diesem Artikel stellen wir die sieben häufigsten Defekte vor und zeigen, wie die Inspektion per Unterwasserdrohne sie erkennt und Ihnen in vielen Fällen eine Entleerung erspart.
Christian Engelke
1. Defekte in der Wasserwechselzone
Die Wasserwechselzone liegt um die Wasserlinie eines Sprinklertanks, wo sich der Wasserstand durch Verbrauch, Nachspeisung und Verdunstung ändert und Kondensat entsteht. Der Wechsel zwischen nassen und trockenen Bedingungen setzt die Beschichtung und die Materialoberfläche unter Stress, was im Laufe von Jahren zu Rissen oder Abplatzungen führen kann.
Diese schleichenden Beschädigungen können langfristig zu Korrosion führen, besonders bei freistehenden Stahltanks, und die Schutzbeschichtung schwächen. Regelmäßige Inspektionen mit Unterwasserdrohnen ermöglichen es, den Zustand der Wasserwechselzone genau zu überwachen, ohne den Tank entleeren zu müssen. Durch frühzeitiges Eingreifen lassen sich größere Schäden vermeiden und die Lebensdauer des Tanks erheblich verlängern.
2. Defekte in den Rohren durch Abrasion von Sedimenten
Sedimente, die sich am Boden des Tanks ablagern, können während der wöchentlichen Pumpentests durch die Wasserströmung in die Rohrleitungen gelangen und dort Abrasion verursachen. Besonders betroffen sind die Pumpensysteme und Zuleitungen, was durch die wiederkehrende Belastung zu erhöhtem Verschleiß und letztlich zu Rissen oder Leckagen führen kann.
Die Ursachen liegen oft in Sedimentablagerungen, die durch Korrosion oder Schmutzpartikel im Wasser entstehen, sowie in der mechanischen Beanspruchung der Rohre durch den ständigen Wasserfluss während der Tests. Wenn über längere Zeiträume keine Sedimententfernung erfolgt, verschärft sich das Problem.
Die Folgen: Abrasion durch Sedimente kann zu erheblichen Schäden an den Rohrleitungen führen und die Funktionsfähigkeit des Systems beeinträchtigen.
Vorbeugung: Unterwasserdrohnen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung von Sedimentablagerungen, sodass rechtzeitig Maßnahmen zur Reinigung der Tanks eingeleitet werden können, bevor ernsthafte Schäden durch die wöchentlichen Pumpentests entstehen.
3. Algenwachstum und verstärkte Korrosion durch Algenstoffwechsel
In freistehenden Tanks kann Algenwachstum zum Problem werden, vor allem wenn Licht und Nährstoffe im Wasser vorhanden sind. Der Stoffwechsel der Algen setzt chemische Verbindungen frei, die die Korrosion an den metallischen Komponenten des Tanks beschleunigen.
Typische Ursachen sind der Lichteinfall in den Tank, der das Algenwachstum fördert, Nährstoffeinträge im Wasser und die Stoffwechselprodukte der Algen, die das Korrosionsrisiko erhöhen.
Die Folgen: Korrosion durch Algen kann zu einer erheblichen Schwächung der Metallstrukturen führen, insbesondere an Rohren und Antiwirbelplatten.
Vorbeugung: Regelmäßige Inspektionen mit Unterwasserdrohnen zeigen Algenwachstum frühzeitig, sodass die betroffenen Stellen gereinigt werden können, bevor größere Schäden durch biogene Korrosion entstehen.
4. Defekte Rohrhalter durch Korrosion
Rohrhalterungen und Befestigungen, die nicht aus rostfreiem Material bestehen, sind besonders anfällig für Korrosion. Minderwertige Materialien, die nicht für den dauerhaften Kontakt mit Wasser geeignet sind, führen oft zu schweren Defekten.
Typische Ursachen sind die Verwendung minderwertiger oder nicht rostfreier Materialien, der ständige Kontakt mit Wasser und einer feuchten Umgebung sowie fehlender oder unzureichender Korrosionsschutz.
Die Folgen: Korrodierte Rohrhalterungen können zu instabilen Rohrleitungen führen, was das gesamte System gefährdet. In manchen Fällen können Rohre sogar brechen und in den Behälter fallen, wodurch der Behälter selbst beschädigt wird.
Vorbeugung: Mit Unterwasserdrohnen lassen sich die Rohrhalterungen gezielt inspizieren. Korrodierte oder defekte Teile werden frühzeitig erkannt und können ausgetauscht werden, bevor größere Schäden am System oder am Behälter entstehen.
5. Risse in der Folienauskleidung bei freistehenden Stahltanks
Freistehende Sprinklertanks sind oft mit einer Folienauskleidung versehen, die das Wasser im Tank zurückhält. Risse oder Beschädigungen in dieser Folienauskleidung führen dazu, dass der Tank undicht wird und nicht mehr ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
Typische Ursachen sind mechanische Einflüsse während der Wartung, Alterung der Folie, die zu Versprödung führt, sowie Spannungen durch Wasserbewegungen im Tank.
Die Folgen: Risse in der Folienauskleidung machen den Tank undicht, was dazu führt, dass die Wasserverfügbarkeit beeinträchtigt wird und der Tank seine Funktion nicht mehr erfüllen kann.
Vorbeugung: Unterwasserdrohnen nehmen die Folienauskleidung im gesamten Tank in Augenschein und zeigen Defekte, sodass rechtzeitig Gegenmaßnahmen möglich sind, bevor größere Probleme auftreten.
6. Starke Korrosion an Rohren und Antiwirbelplatten
Die Rohre und Antiwirbelplatten im Inneren des Tanks sind besonders anfällig für Korrosion, da sie ständig mit Wasser in Kontakt stehen. Durch die regelmäßigen Pumpentests wird zudem immer wieder Sauerstoff in den Tank eingebracht, was die Korrosion weiter beschleunigen kann. Wenn der Korrosionsschutz unzureichend ist oder beschädigt wird, können in kurzer Zeit schwere Schäden entstehen.
Typische Ursachen sind der ständige Kontakt mit Wasser und Sauerstoff, der durch die Pumpentests zusätzlich eingetragen wird, beschädigter oder abgenutzter Korrosionsschutz sowie ein erhöhter Chloridgehalt oder andere chemische Verunreinigungen im Wasser.
Die Folgen: Korrosion schwächt die strukturelle Integrität der Rohre und Antiwirbelplatten erheblich, was ihre Funktion im Sprinklersystem beeinträchtigen kann.
Vorbeugung: Regelmäßige Inspektionen mithilfe von Unterwasserdrohnen zeigen den Korrosionszustand dieser Komponenten, sodass Reparaturen oder ein Austausch rechtzeitig geplant werden können, bevor es zu größeren Problemen kommt.
7. Fremdkörper im Tank
Fremdkörper, wie Teile von Wartungsarbeiten oder andere Verunreinigungen, können im Tank zu erheblichen Funktionsstörungen führen. Sie können Rohrleitungen verstopfen oder Pumpensysteme blockieren. Besonders problematisch sind abgerostete Rohrschellen, Rohrteile oder Blechteile, die, wenn sie unentdeckt bleiben, zusätzliche Schäden verursachen können.
Typische Ursachen sind Unachtsamkeit während der Wartung oder Reinigung, der Eintrag von Fremdkörpern durch undichte bzw. offenstehende Wartungsklappen sowie Ablagerungen von Rost oder anderen Materialien.
Die Folgen: Fremdkörper können Pumpen und Leitungen blockieren und so die Funktionsfähigkeit des Sprinklersystems erheblich beeinträchtigen.
Vorbeugung: Unterwasserdrohnen zeigen Fremdkörper, bevor sie die Anlagenfunktion beeinträchtigen. Kleinere Gegenstände wie abgerostete Teile können wir mit dem Greifarm unserer Unterwasserdrohne bergen; ob das im Einzelfall geht, klären wir vorab.
Tank geprüft, Löschbereitschaft erhalten
Eine Löschanlage ist nur so gut wie ihre Löschwasserversorgung – und Sprinklertanks spielen dabei eine zentrale Rolle. Regelmäßige Kontrollen sind unverzichtbar, damit die Anlage im Ernstfall funktioniert. Ohne Unterwasserdrohne braucht es dafür Taucher oder eine Entleerung.
Die Inspektion per Unterwasserdrohne löst dieses Problem: Sie erfasst den Tankzustand umfassend, während der Tank gefüllt bleibt und die Löschbereitschaft erhalten bleibt. Korrosion, Risse oder Ablagerungen werden früh erkannt und im Inspektionsbericht mit Lageangabe im Tank (Wand, Höhe, Einbauteil) festgehalten. Das erhöht die Sicherheit und schafft eine gute Grundlage, um notwendige Sanierungen zu planen. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie unter Inspektion von Sprinklertanks und Wassertanks.

